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Warum räumen wir den Pflegesituationen im Alltag so viel Platz ein?

Achtsame Pflege bedeutet im Dialog mit dem Kind zu sein, denn „Pflegezeit ist Beziehungszeit“.

Die Mehrzahl seiner sozialen Erfahrungen macht ein Säugling bzw. Kleinkind während es gefüttert, gebadet, gewickelt oder an- und ausgezogen wird. Diese pflegerischen Tätigkeiten werden zu Hause oft eilig und möglichst effizient ausgeführt. Es sind Notwendigkeiten, die am besten zügig verrichtet werden, um dann ... ja, was dann? Mehr Zeit zu haben, mit dem Baby zu spielen?
Unser Konzept geht genau in die entgegengesetzte Richtung:

IMG 8494Wir schenken dem Kind unsere Hauptaufmerksamkeit während aller pflegerischen Tätigkeiten. Besondere Bedeutung haben hierbei unsere Hände, die es umsorgen und die Sprache, die unser Tun begleitet.

Das Kind wird aktiv miteinbezogen und ist Kooperationspartner. Die Körperpflege ist ein immer wiederkehrendes Ritual (ebenso wie Essen/ Füttern und Schlafen), das Sicherheit gibt. Kinder lernen so von Beginn an, Worte mit Handlungen zu verbinden und entwickeln ein Gefühl für Abläufe.

Eine gute und verlässliche Beziehung zwischen Kind und Betreuungsperson ist die sicherste Grundlage für eine gute Entwicklung.

Pflege ist somit nicht nur Wickeln, Füttern, schlafen legen. Pflege ist Kommunikation. Das Kind nimmt den Dialog auf, wenn wir ihn anbieten: mit Blicken, Gesten und Bewegungen. Diese Art der Pflege befriedigt sowohl die körperlichen als auch die seelischen Bedürfnisse des Kindes. Durch diesen respektvollen Umgang entspannt sich das Kind, fühlt sich aufgehoben und geliebt. Emotional zufrieden und satt an Beziehung, ist es dann problemlos nicht nur in der Lage, sondern auch willens, sich alleine zu beschäftigen, sich für seine Umgebung zu interessieren und aktiv und selbständig die Welt zu erforschen. 

 

 

IMG 4529Warum trainieren wir Ihr Kind nicht „sauber“?

Das „Saubersein“ ist keine Voraussetzung in unserem Haus, damit ein Kind von der Krippe in den Kindergarten wechseln kann. Ab dem Zeitpunkt, an dem das Kind Interesse am Toilettengang signalisiert, wird es von uns hinsichtlich dessen auch unterstützt. Die Kinder haben die Möglichkeit beim Windelwechsel auf die Toilette zu gehen. Es ist ein Angebot aber kein Muß. Es ist uns wichtig, dieses Thema zusammen mit Kindern und Eltern mit Freude und Lockerheit anzugehen und nicht mit Druck und übersteigerten Erwartungen. Jedes Kind wird „sauber“, das eine früher, das andere etwas später- für diesen großen Entwicklungsschritt, bedarf es vieler kleiner Einzelschritte, die wir gemeinsam geduldig bestreiten. Hilfreich für Ihr Kind ist in der Phase des „Sauberwerdens“, dass es geeignete Kleidung trägt (keine Bodys, keine Gürtel o.Ä.).

 

 

Was gibt es bei uns zu essen?

Bei uns gibt es vollwertiges Essen in Bio-Qualität. Sowohl Frühstück, als auch Vesper werden von unseren Mitarbeitern gemeinsam mit den Kindern im Haus zubereitet und bestehen aus Obst, Gemüse, Brot, vegetarischen Aufstrichen, Naturjoghurt und Haferflocken. Das Mittagessen liefert uns ein Bio-Caterer täglich frisch. Der abwechslungsreiche Speiseplan hängt für Sie zur Ansicht im Eingangsbereich. Auf Wunsch ist es möglich, vegetarisches bzw. lactosefreies Essen für Ihr Kind zu bestellen.

 

 

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Was, wenn Ihr Kind noch die Flasche bekommt?

An erster Stelle stehen für uns die Bedürfnisse eines jeden einzelnen Kindes. Gerade zu Beginn des Krippenbesuches ist es wichtig, die Gewohnheiten von zu Hause möglichst beizubehalten. Ihr Kind bekommt bei uns die Flaschennahrung, die es auch von Ihnen erhält. Das Pulver besorgen wir selbstverständlich. Die benötigte Anzahl von Flaschen müssen allerdings von Ihnen täglich mitgebracht und zu Hause gereinigt werden. Auch in der Übergangsphase von Milchflasche zu Brei und fester Nahrung begleiten und unterstützen wir Ihr Kind und orientieren uns an den Vorlieben und dem Rhythmus Ihres Kindes. Getränke wie Wasser oder Tee gibt es von Beginn an aus einem kleinen Gläschen. Wir verwenden keine mitgebrachten Plastikbecher, Schnabeltassen oder Ähnliches. Wir bitten Sie davon abzusehen, zuckerhaltige Getränke wie Schorlen oder Säfte für ihr Kind mitzubringen.

 

Ab wann isst Ihr Kinder bei uns mit am Tisch?

Solange Ihr Kind nicht selbstständig in die Position des freien Sitzens kommt, wird es auf dem Schoß in einer halb liegenden Position gefüttert. Dabei ist es uns wichtig, die Selbständigkeit des Kindes zu unterstützen, indem es die Möglichkeit hat aktiv an der Situation mitzuwirken (das Glas zum Trinken zu greifen, beim Führen des Löffels zu helfen etc.).

Kann Ihr Kind sicher sitzen, nimmt es seine Mahlzeiten entweder im Lóczy- Essbänkchen oder am Tisch ein. An dieser Stelle ist es uns wichtig zu erwähnen, dass die Kinder so früh wie möglich „normales Essen“ bekommen - hierfür kann das Mittagessen im Haus auch püriert werden.

Grundsätzlich gilt zum Thema Essen: Wir entscheiden, was wann wie auf den Tisch kommt; das Kind entscheidet, ob und wie viel es davon isst. Lebensmittel werden weder zur Belohnung, noch zur Bestrafung eingesetzt!

 


20131022 123514Warum schläft ein Teil der Krippenkinder zu jeder Jahreszeit im Freien?

Erfahrungsgemäß schläft ein Großteil der Kinder an der frischen Luft erheblich länger und erholsamer- sowohl im Sommer, als auch im Winter. Um auch den Bedürfnissen dieser Kinder gerecht werden zu können, schläft ein Teil der Krippenkinder auf der überdachten Terrasse in Schlafkörben oder im eigenen Kinderwagen und nicht im Schlafraum.

 

 

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